Friday, January 25, 2008

"Actually, I feel quite complimented..."

Mann, bin ich müde. Ich habe dreieinhalb Stunden geschlafen und war im Gegensatz zu manch anderem heute Morgen brav in der ersten Direct Marketing-Volesung mit Onkel Ted (what a funny bloke!). Aber wie ich gehört habe, haben ein paar andere auch noch bis um sechs weitergefeiert und waren wohl deshalb nicht in der Lage vor Mittag aufzustehen.

Jedenfalls war gestern große Party der International Students Association. Ich bin mit Beti, Ivan und Madelynne schon recht früh dahin gefahren, weil Auke uns erzählt hat, dass der Club so klein ist und wir Angst hatten draußen bleiben zu müssen. Ergebnis war, dass wir um halb zehn so ziemlich die einzigen da waren, aber wenigstens waren die Sofas bequem.

Doch später wurde es noch richtig voll, richtig spaßig, und vor allem richtig international. Da wir recht viel zusammen machen, kennt man inzwischen die meisten 'Internationals'. Und wie immer stelle ich bei diesen Gelegenheiten fest, dass die Internationalität, die Zusammenkunft von Nationen, Kulturen und Religionen das beste hier am ganzen Studium ist.

Bis auf Fiona war auch unsere komplette Wohnung auf der Party vertreten. Simon haben wir trotz seines britischen Passes einfach mal mitgenommen und unsere Neuen Andrea und Erin waren natürlich auch dabei. Erin hatte vor allem Spaß im Hinterhof mit dem gutaussehenden Chilenen (und wir hatten danach Spaß sie damit aufzuziehen) und Simon erhielt sein erstes schwules Angebot, das er dann doch dankend abgelehnt hat. Aber mit dem Satz: "Actually, I feel quite complimented that he asked me." Oh, Simon!

Mit Andreea, meiner neuen Zimmernachbarin aus Rumänien, war es besonders lustig. Ich mag sie wirklich sehr gerne und wir verstehen uns seit dem ersten Tag. Sie war früher Leistungsschwimmerin und hat an der Pentathlon-EM teilgenommen, wo man Schiessen, Fechten, Reiten, Schwimmen und Laufen muss. Sie hat also jede Menge interessante Dinge zu berichten.

Marwan, Andreea & Simon

Um vier Uhr haben wir dann versucht ein Taxi zu bekommen. Da wir ein großes brauchten, damit es nicht so teuer wird, hat es eine Weile gedauert und es hat nicht geholfen, dass Erin, Simon, Andreea, Judit und Marwan alle ordentlich einen sitzen hatten. Bloss gut, dass ich noch in der Lage war ein Taxi heranzuwinken. Im Taxi drin haben wir dann auch noch dreimal die Sitzkonstellationen geändert, weil einige nicht rückwärts fahren konnten. Und nach ein paar Metern bat Marwin den Taxifahrer doch nochmal anzuhalten, damit er vorne neben ihm Platz nehmen konnte und sich nicht über die Sitze übergeben muss. Aber ich hab sie alle wieder heil nach Hause gebracht.

Da freut er sich: Simon mit Judit und mir

Wortwechsel des Abends:
Simon (kommt ganz offensichtlich betrunken angetanzt): Hey Steph, I got it. Listen: Do you wanna come to my place with me tonight? (lacht sich schief)
Stephie: Excellent idea, Simon! We could share a kitchen.
Simon: Sounds awesome!

Monday, January 21, 2008

Squee!

A discussion on the view that linear sequential models fail to recognise the most important, yet unpredictable part of the communication process - the consumer.

3.849 W
örter, genau ein Wort unter dem Wortlimit. Ich bin mir sicher, dass Elsbeth mir das nicht glauben wird und akribisch nachzählt oder noch eine elektronische Version anfordert. Um kurz vor drei Uhr diese Nacht war ich endlich fertig, nachdem mich die fehlende logische Struktur meines Geschreibsels fast in den Wahnsinn getrieben hat, aber jetzt ist es abgegeben und alle anderen sahen heute Morgen nicht viel besser aus als ich.

Es gab daf
ür jede Menge aufgeregtes Quieken heute Morgen als wir uns nach den Ferien für den ersten Kurs des neuen Terms endlich wiedergesehen haben. Andere erzählen von Erholung an weißen Sandstränden in Thailand, ich von Schneestürmen in Tschechien. Ernüchterung machte sich erst wieder breit, als Hilary ankündigte, dass wir natürlich auch für unseren Public Relations-Kurs ein nettes Assignment anfertigen dürfen.

Am Freitag habe ich aber zumindest den ersten Motivationsschub bekommen, als ich mein Feedback f
ür das Consumer Behaviour-Assignment bekommen habe. 67% und somit ein gutes B und sicher bestanden. Ich hoffe das geht mit den anderen Assignments so weiter...

Thursday, January 17, 2008

I have a cunning plan!

Neues Jahr, neues Glück, neue Mitbewohner, altes England.

Nach ein paar Wochen Heimaturlaub in denen ich mich von den letzten Assignments erholen und das noch übrig gebliebene erfolgreich ignorieren konnte, bin ich am Sonntag wieder in Good Ol' England gelandet. Der Pilot nannte es "a sportive landing". Mir machten vor allem die vier Mädels neben mir Angst, die panisch quiekten als das Flugzeug über der Landebahn immer wieder von einer Seite zur anderen pendelte und wir ein wenig in unseren Sitzen herumgeschleudert wurden. Kann halt mal passieren, Mädels.

Poole sieht immer noch recht gleich aus. (Obwohl ich mich frage, ob diese leuchtgelben Poller schon immer vor dem Lighthouse Theatre standen.) Unsere Wohnung auch, jedoch gab's ein wenig Zuwachs und Simon kann sich jetzt freuen, dass er mit vier Mädchen zusammen wohnt. Somit teilen sich jetzt fünf Nationen unsere Wohnung: UK, China, Rumänien, USA, Deutschland. Jedenfalls sind die beiden neuen sehr nett und ich bin mir sicher wir werden alle gut zurecht kommen.

Als ich am Sonntag nach Mitternacht wiederkam, wartete schon ein Brief von der BBC auf mich. Während Fiona gehofft hatte, dass er für sie sei und ein Praktikumsangebot enthielt, war ich empört darüber, dass die mir schreiben wo ich doch brav meine Gebühren bezahlt habe. Etwas unerwartet befand sich dann aber ein Ticket für eine neue BBC4-Radioshow names "The Museum of Curiosity" darin. Und so habe ich gestern sieben Stunden Hin- und Rückfahrt nach London auf mich genommen um zwei Stunden gut unterhalten zu werden.

Die Sendung dreht sich um ein imaginäres Museum, das im Laufe der Zeit mit allerlei Kuriositäten, Phänomenen und interessanten Dingen gefült wird, die die eingeladenen Panelgäste und das Publikum vorschlagen. Moderiert wird das ganze von Blackadder-Produzent und QI-Erfinder John Lloyd, Co-Moderator
ist der allseits beliebte Bill Bailey, der die teilweise ins philosophische abgleitenden Gespräche mit Witz und Musikeinlagen auflockert. Eingeladen werden immer drei Gäste aus unterschiedlichen Bereichen wie Wissenschaft, Religion oder Comedy.

Ich hatte mich da vor ein paar Monaten für Tickets beworben, da ich gehofft hatte, dass Stephen Fry da vielleicht auch mal als Gast auftaucht. Ganz so viel Glück hatte ich zwar nicht, aber dafür war ich umso überraschter, als John Lloyd im Studio als letzen Gast Alan Davies ankündigte. Da machte mein kleines Herzchen aber einen Sprung, denn dass ich den mal sehen würde ohne eine QI-Aufzeichnung zu besuchen, hätte ich nicht gedacht. *aaaaahhhh* Alan war nur wenige Meter von mir entfernt! *aaaaahhhh*

Die Sendung war äußerst unterhaltsam und sowohl witzig, als auch anregend. Alan und Bill waren an einigen Stellen unschlagbar (besonders wenn es philosophisch wurde und man als normaler Mensch dem sehr sympatischen Astrophysiker und Autor Dr. John Gribbin kaum noch folgen konnte). Es gab auch ein paar lustige Anspielungen auf Alans gar nicht mal so vegetarischen Ausraster vor ein paar Wochen. Aber ansonsten hat Stephen Fry schon völlig recht: Er ist ein kleiner "stud muffin", den man am liebsten knuddeln möchte.

Zum Schluss wurden der Urknall (in Form einer ziemlich heißen Grapefruit), das Konzept der Stille und der Epping Forrest (neben dem Alan aufgewachsen ist und der anscheinend ziemlich faszinierend ist...oder auch nicht) in das Museum aufgenommen. Besser gesagt wurde das Museum in den Epping Forrest verlegt, weil Bill nicht so recht wusste wie er den Wald sonst im Museum unterbringen soll. Die Zuschauer konnten am Anfang auch ihre Vorschläge auf einem Blatt Papier einreichen und mein Vorschlag wurde doch glatt vorgelesen. Es war "a blue plastic box filled with the first air ever breathed by a human being" und Bill fragte sich etwas erstaunt, warum die Box denn gerade blau sein muss. Ich hätte es ihm ja gerne erklärt, aber aufspringen wäre dann doch ein bisschen unpassend gewesen.

John Lloyd: "Here is one of the suggestions that came from the audience: 'My suggested curiosity is a machine that produces ideas for interesting new radio programmes'." (Gelächter) "Yeah, well we know who you are now...oh no, we don't know who you are as it's signed with 'Leonardo Da Vinci'."

Da haben sich sieben Stunden Busfahrt mehr als gelohnt!

Monday, December 17, 2007

Christmas Shopping

Samstag, 15. Dezember 2007. Abfahrt Poole Bus Station: 7.55 Uhr. Ankunft London Victoria Station: 10.45 Uhr. U-Bahnfahrt bis Covent Garden (ich war so blöd und habe die Treppen anstatt den Lift genommen und wusste nach den 193 Stufen auch genau, warum unten so eindringliche Durchsagen liefen, dass man besser auf den Aufzug warten sollte). Shoppingroute von Covent Garden, über Leicester Square, Piccadilly, Regent Street, Oxford Street, Charing Cross Road bis Trafalger Square. U-Bahnfahrt zurück zur Victoria Station. Abfahrt London Victoria Station: 19.30 Uhr. Ankunft Poole Bus Station: 22.15 Uhr.

Bilanz: ca. 180 Pfund ärmer. Schmerzende Füße. Aber glücklich.

Definitiv zu empfehlen für ausgefallene T-Shirts:
David & Goliath (Covent Garden und Carnaby Street).
Ein zu lange belichteter Weihnachtsbaum auf dem Trafalger Square,
inklusive Menschenansammlung die einem Weihnachtschor lauscht.

Friday, December 14, 2007

Put on your silly Christmas hats!

Weihnachtsfeiern haben ja oft einen faden Beigeschmack. Zu zeitig, zu unweihnachtlich, zu albern, zu viele. Das hat uns aber nicht davon abgehalten am Donnerstag trotzdem dem frühzeitigen Weihnachtsvergnügen zu fröhnen. Elsbeth hatte in einen abgelegenen Raum auf dem Campus geladen, Strategic Marketing-Dozent Graham war auch da, und dann ging es vergnügt los. Ein paar Impressionen:

Melon (die unbedingt Luftballons haben wollte),
Jon und Kathryn zu Partybeginn
Erstes Highlight: Wir stellen uns alle in einer Reihe auf, ziehen gegenseitig an den Christmas Crackern und lesen uns danach die sinnlosen Witze vor, freuen uns über die noch sinnloseren Geschenke in den Knallbonbons und setzen die Christmas Hats auf.
Und so sehen die Mädels mit ihren Kronen dann aus.
(Na, wer findet mich?)

Passender hätte der Inhalt von Amits
Knallbonbon nicht sein können: ein Kamm.
Essen darf nie fehlen.
Ivan und Elsie. Da leuchten die Augen beim Anblick der Geschenke!
Melon und Auke.

Alles in allem ein herrlicher Spaß zum Semesterende. Schlussendlich gab's zwar ein bisschen Verwirrung beim Secret Santa, doch jeder hat ein Geschenk bekommen, auch wenn es vielleicht nicht ursprünglich für einen gedacht war. Ich kann jetzt eine riesige Vase mein Eigen nennen. Vielleicht sollte ich mal über Blumen nachdenken.

Thursday, December 13, 2007

German Bratwurst

Heute die letzte Vorlesung! Um 10 Uhr war es dann geschafft und da wir bis zu unserer Wiehnachtsfeier am Nachmittag noch ein bisschen Zeit hatten, bin ich mit Melon und Amit zum Weihnachtsmarkt in Bournemouth gefahren. Die beiden hatten nämlich Heißhunger auf German Bratwurst. Also habe ich uns auf deutsch ein paar Würstchen bestellt und wir haben die weihnachtliche Atmosphäre zwischen Festbeleuchtung und Palmen genossen.

German Bratwurst. Nur echt mit kleinem 'r'.
Die erste Currywurst in Amits Leben.
"That combines Germany with India."

Wednesday, December 12, 2007

Das Leben hat uns wieder!

Seit Montag, 12 Uhr mittags, sind wir MAMCler wieder frei und springen fröhlich durch die Gegend. Nicht unbedingt im wahrsten Sinne des Wortes, aber im übertragenen auf jeden Fall.

Die letzten beiden Wochen habe ich zum größten Teil in meinem Zimmer verbracht, versteckt hinter Bücherstapeln und dem Nervenzusammenbruch immer ganz nahe. (O-Ton Veena am Montag: "Steph, we havn't seen you for about two weeks! Only when you were walking from the kitchen to your room with fast food in your hands.") Das Strategic Marketing Assignment war das letzte, das ich in Angriff genommen hatte, denn das Thema sagte mir so gar nicht zu. Am Freitag letzter Woche saß ich dann völlig unmotiviert in der Bibliothek und fragte mich, wie ich das verdammte Ding bis zum Montarg fertig bekomme. Aber zu meiner Erleichterung war ich nicht die einzige. So viele deprimierte Gesichter wie an dem Tag habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Aber nach zwei Nachtschichten und mit eisernem Willen hatte ich Montagmorgen das fertige Assignment in der Hand. Perfekt ist es nicht, aber das ist mir im Moment auch schnurz.

Und so war unser letzter normaler Uni-Tag gestern äußerst entspannt. Graham hat mit uns Worträtsel und ein Weihnachtsquiz gemacht. (Wie alt waren wir noch mal?) Und Mark ist wie immer aus dem Reden nicht herausgekommen. Nachdem er uns schon zum dritten Mal frohe Weihnachten gewünscht hatte, hat er doch wieder angefangen von der Faszination der interaktiven Medien zu reden.

Und gestern Abend dann unser drittes MAMC Dinner, diesmal in einer spanischen Tapas-Bar. Shadab, eine unserer Kommilitoninnen, hatte ihren Sohn Ayhan mit dabei und wir waren alle so fasziniert von ihm, dass er uns wahrscheinlich für komplett verrückt gehalten hat. Aber so ein unglaublich niedliches Kind habe ich echt noch nie gesehen.

In die Clubs ist er mit uns danach aber nicht mehr gekommen, denn mit vier wird das ein bisschen schwierig. Ich kann ja froh sein, dass ich immer rein komme, aber wenigstens bin ich hier nicht die einzige, die dauernd ihren Ausweis zeigen muss.

Schwund gab es zwar leider auch, denn es sind zwei Jacken und ein Handy auf der Strecke geblieben, aber da kann man nichts machen. Nur ein bisschen blöd, wenn man bei -7°C plötzlich keine Jacke mehr hat. Wenigstens hatten wir zur Abwechslung mal einen wirklich netten Taxifahrer erwischt, der uns nicht erst über fünf Umwege nach Poole gefahren hat und sich mit Beti und mir unterhalten hat, während Ivan mit dem chinesischen Nachtsnack auf dem Schoß schon eingeschlafen war.

Melon, Beti, May und Hiko in der Tapas-Bar
Apostolis, Chris und Auke, die entweder für eine andere Kamera posieren oder eine der diversen englischen Damen mit "Bei -7°C reicht mir ein dünner Stofffetzen"-Outfit begutachten.
Beti und Melon auf der Tanzfläche
Ivan der Schreckliche
May und ich

Monday, December 10, 2007

Word count: 3.490



done.



Friday, December 07, 2007

One to go!

A critical analysis of IKEA's use of interactive campaign elements on its UK website with the example of 'Dream Kitchens for Everyone' drawing on a theoretical framework proposed by Hoffman and Novak (1996)


3.482 Wörter. Done.

Diverse Partys für nächste Woche, wenn unser Leben wieder losgeht, sind schon geplant.

Sunday, December 02, 2007

Juuuhuuuu!

Erstes Assignment geschafft und abgabebereit! 3.437 Wörter zum Thema:

How can the Finnish Tourist Board (MEK) use Campbell's theory on modern hedonism to promote Finland as a travel destination among foreign tourists?

Mal sehen, ob's für mehr als 50 Prozent reicht...

Saturday, November 24, 2007

Family Fortunes Reloaded

Ich sehe gerade wieder "Family Fortunes" (aka "Familienduell") und ich glaube das ist meine neue Lieblingssendung. Frage heute: Name something you blow. Top-Antwort: Whistle. Und das was ihr jetzt denkt war nicht dabei. (Warum eigentlich nicht? Jedem lag es auf der Zunge.)

Weiteres Highlight:

Name someone who works in the dark.
- A lightning man.

Friday, November 23, 2007

It's beginning to look a lot like Christmas...

...jedenfalls deuten die Temperaturen schon auf Weihnachten hin. In den letzen Tagen gab's auch einige schöne Winterstürme, die über die nächtliche Szenerie vom Poole hinweg zogen und von meinem Fenster recht beeindruckend aussahen.

Und mit Weihnachten kommen auch die Abgabetermine der Assignments näher. Ich schreibe lieber nichts weiter dazu, denn es gibt noch so viel zu tun.

Der Heimflug ist inzwischen auch schon gebucht und wir planen fleißig wie wir die letzten Tage des Terms nach den Abgaben der Assignments verbringen. Ich muss unbedingt nochmal nach London um bei David and Goliath einzukaufen. Melon und May waren letztes Wochenende da und Melon hat sich das Shirt gekauft, was ich auch noch unbedingt haben wollte: Stein sagt zu Lineal "You rule", Lineal sagt zu Stein "You rock."

Am Montag war unser zweites MAMC Dinner, da Michelle am Sonntag Geburtstag hatte und uns eingeladen hat. Diesmal waren wir in dem Restaurant, in das wir schon beim letzten Mal wollten und haben orientalisches Essen genossen.

v.r.: Auke (und sein spanisches Bier), Chetan, Ashish,
Kathryn, Hiko und ein Drittel von Imogen


In zwei Wochen haben wir dann ein großes Christmas-Dinner inklusive Secret Santa. Ich habe Chetan gezogen und weiß zwar noch nicht was genau ich ihm kaufe, aber ich bin mir sicher, dass er sich über irgendetwas was mit Musik zu tun hat, freuen wird.

Melon und ich
(oder: Wassermelone und Strawberry)

Chetan ist übrigens aus unserer Wohnung ausgezogen. Lag aber nicht an mir und meiner ständigen lauten Musik, sondern daran, dass er ohnehin nur in seinem Zimmer geschlafen hat und ansonsten immer in Ashishs Wohnung war. Da dort auch noch ein Zimmer frei war, hat er einfach getauscht und jetzt sind wir nur noch drei.

Simon saß in den letzten Tagen immer in der Küche und hat seine Hausaufgaben gemacht oder Gitarre gespielt. Immer in der Hoffnung, dass er einen Blick auf "the mysterious towel women" werfen kann. Wir hatten einen Brief auf dem Küchentisch, der besagte, dass bei einem Mädchen die Dusche defekt ist und sie deshalb zu uns in die Wohnung kommt, um in einem leeren Zimmer zu duschen. Und Simon hat sich schon die schönsten Dinge ausgemalt, wie sie nur mit einem Handtuch bekleidet über unseren Gang schwebt. Männer. Gesehen haben wir sie übrigens nie.

Und gestern gab's dann auch noch einen kleinen Notfall bei uns. Ich lag noch schlummernd im Bett, als mich Fiona völlig verzweifelt anrief und mir sagte, dass sie ihren USB-Stick in ihrem Zimmer vergessen hat, auf dem ihr Projekt war, das sie bis 12 Uhr abgeben musste. Sie konnte aber nicht mehr aus der Uni zurück kommen, weil sie ein Examen hatte. Also ich mich schnell angezogen, an der Rezeption die Situation erklärt und die haben mir gesagt, dass Fiona sie erst anrufen muss, damit das auch klar geht. Dann habe ich eine halbe Stunde lang versucht Fiona zu erreichen, doch ihr Handy war ausgeschaltet. Aber am Ende ist doch noch alles gut gegangen. Fiona hat bei der Rezeption Bescheid gegeben, ich wurde ins Zimmer gelassen, Simon hat den USB-Stick mit in die Uni genommen und das Projekt wurde rechtzeitig eingereicht.

Monday, November 12, 2007

Happy Diwali!

Am Samstag haben wir Diwali gefeiert, das indische Fest des Lichts. Diwali ist das größte Fest des Jahres in Indien und hat da etwa den Stellenwert wie bei uns Weihnachten. Ich wurde zu der Diwali-Party eingeladen, die die Indian Society an der Uni organisiert hat.

Chetan und Veena beim mehr oder weniger traditionellen Tanz

Ganz traditionell gab es einen Altar für die Hindugötter, fantastisches Essen (Veena: "You really think that's spicy?" - Stephie (mit Tränen in den Augen): "Um, yes." - Amit: "That's the kind of food we would give to babies or sick people who can't eat too spicy!"), einen roten Punkt auf die Stirn und ausgelassene Tänze zu indischer Musik. Ein wirklich tolles Erlebnis mit Leuten aus aller Welt. Das Highlight war ein Feuerwerk mit indischen Raketen, die extra aus London geholt wurden. Sehr viel schöner anzusehen als unsere herkömmlichen Raketen, aber auch ein bisschen lauter.

Viele Inder hatten traditionelle Gewänder an. Amit ist in seinem "Prince of India"-Outfit gekommen: Eleganz in cremefarben. Nur die Socken haben nicht gepasst und waren schlichtweg: grau.

Thursday, November 08, 2007

Guy Fawkes Day und andere emotionale Feuerwerke

Am Montag war in England Guy Fawkes Day, auch Bonfire Day genannt. Endlich konnte ich mal was erleben, was ich sonst nur aus dem Englischunterricht in der Schule kannte. Gefeiert wird dabei jedes Jahr der missglückte Versuch von Guy Fawkes und seinen Mannen im Jahr 1605 das Parlamentsgebäude in die Luft zu sprengen. Es gibt überall große Feuerwerke und Leuchtfeuer und die Menschen kommen zusammen um sie sich anzusehen.

Ich war mit Fiona und Simon am Quay in Poole. Das ganze Hafenufer war gefüllt mit Menschen. Wir waren erstaunt, dass es überhaupt so viele Leute gibt in Poole. Um acht Uhr begann dann das große Feuerwerk. Die Raketen wurden direkt von einem Schiff vor der Küste in den Himmel geschossen und ich muss sagen, dass das ein richtig tolles Erlebnis war. Es hatte was romantisches mit all den alten Fischerbooten im Vordergrund und dahinter die bunten Lichter am Himmel. Für 25 Minuten herrschte bis auf ein paar staunende Ausrufe andächtige Stille unter den tausenden von Menschen.

Ansonsten gab's diese Woche wieder viel Arbeit, lange Stunden in der Bibliothek und den ersten Moment, in dem ich mich einem Nervenzusammenbruch recht nah fühlte. Aber alles wieder vorbei. Unser Werbepitch heute ist richtig gut gelaufen. Melon, Lucy und ich hatten Angst, dass uns Elsbeth nach der Präsentation unseres Konzeptes für Levi's 501 in der Luft zerreißen würde, aber sie hatte heute weit weniger auszusetzen als sonst. Trotz einigen Makeln in der Zielgruppenbestimmung fand sie unsere Idee zur kreativen Umsetzung ganz toll. Andere mussten dafür bei ihren Präsentationen ein bisschen mehr leiden. Die Reaktion von Elsbeth auf eine Folie mit schlecht definierten Advertising Objectives: "For this slide, I wanna slap you." Sie ist echt ein Original.

Meine erste Note habe ich heute auch bekommen und war erleichtert. 62 Prozent für unsere Präsentation zu Csikszentmihalyis Theorie von der Bedeutung der Dinge. Das ist im guten Mittelfeld und wir haben ein hilfreiches Feedback für die nächsten Präsentationen bekommen. Von unserer heutigen war der Kurs recht angetan und ich hoffe wir konnten uns diesmal noch steigern.


Und noch was freudiges: Wir haben einen Goldstern bekommen! Bei der Wohnunginspektion haben wir so gut abgeschnitten, dass sie aus lauter Verzweiflung schon bemängeln mussten, dass auf den Küchenschränken Fingerabdrücke zu sehen sind. Und sogar meinen geliebten Staubsauger hat uns Dave, der Mann für alles, wieder repariert. Juhu!

Thursday, November 01, 2007

Up to Date

Uni läuft. Steht immer noch am selben Fleck, aber läuft. Viel Arbeit, drei Assignments bis Dezember, zwei Consumer Behaviour-Präsentationen, jede Woche einen Pitch um ein neues Werbeprojekt. Zumindest kann ich noch behaupten, dass ich halbwegs Ahnung von dem habe was ich da mache. (Ich bräuchte übrigens professionelle Hilfe bei der Aussprache des in jedem Fach beliebten Ungar Mihalyi Csikszentmihalyi. Na, wer kann helfen?)

Um nicht in Depressionen zu verfallen, müssen wir natürlich jede Woche etwas unternehmen. Am Dienstag gab's unser erstes MAMC Dinner in einem kleinen libanesischen Restaurant. Zwei unserer Dozenten waren auch dabei und das war ein sehr schöner Abend. Wir haben uns alle die Regel auferlegt, dass wir bei solchen Dingen nicht übers Studium sprechen. Wie so einige andere auch, macht es mich verrückt, wenn man dauernd über irgendwelche Arbeiten spricht und wie weit die anderen schon sind. Erinnert sich vielleicht noch jemand an die BT?

Auke nimmt viel Platz ein zwischen Melon und mir. Ich mache an dieser Stelle keine Witze über Holländer und erzähle sie Auke lieber gleich selbst.

Nach dem Essen war ich ziemlich müde und wollte mit Amit und Uche wieder nach Poole fahren. Ein paar andere Leute aus unserem Haus sind noch geblieben und wollten später ein Taxi nehmen. Sparsam wie wir sind (und nach dem £24 Debakel vorletzten Samstag) haben wir den letzten Bus genommen. Erst mussten wir warten und dann hat die Fahrt 45 Minuten gedauert. Als wir von der Bushaltestelle nach Hause gingen, fiel mir neben meinem Zimmer ein Licht auf: "Is there light in Chetan's room?" Amit: "Seems so". Die anderen sind später gegangen und waren immer noch früher da als wir. Manche Busse fahren aber auch unglaublich langsam.


Nächste Woche: Wohnungsinspektion! Da sollten wir nochmal die Küche saubermachen, denn immerhin gibt es Goldsterne für die Saubermänner und -frauen zu gewinnen. Aber ich hab natürlich bereits unseren Staubsauger kaputt gemacht und muss das bis dahin noch mit ein bisschen Kleber vertuschen. Das wird einige jetzt nicht verwundern, nicht? Dabei habe ich gar nicht exzessiv gesaugt. Wer kann denn ahnen das dem Ding gleich ein Rad abfällt.

Inzwischen habe ich auch die Senderanzahl meines Fernsehers von vier auf 25 aufgestockt indem ich mir eine Set-Top-Box für £4,99 geleistet habe. Nicht dass das Programm dadurch an Niveau gewonnen hätte, aber immerhin hab ich jetzt mehr Auswahl zwischen den ganzen schlechten Dingen und BBC Four um immer sofort die neueste QI-Folge zu sehen. Am Samstag bin ich aber bei einem alten Bekannten hängengeblieben: dem "Familienduell". Werner Schulze-Erdel ist hier deutlich jünger und attraktiver, aber einige Antworten waren echt der Brüller. Kleine Auswahl:
Name something you might lose when getting older. - Purse.
Name a type of bean. - Lesbian.

Vorteil vom Leben in England: Man bekommt ein paar der Kinofilme schon früher zu sehen als in Deutschland. Und man muss nicht erst warten bis das geliebte Metropolis Köln die Filme dann auch in Englisch im Programm hat. Und deshalb saß ich am letzten Freitag mit immerhin sieben anderen Leuten auch gleich in der ersten Vorstellung von David Cronenbergs neuem Film "Eastern Promises". Sollte ich erwähnen, dass Viggo Mortensen da die Hauptrolle spielt und es vielleicht daran lag? Unbedingt empfehlenswert, es sei denn natürlich, man hat ein Problem damit innerhalb eines Films drei aufgeschlitzte Kehlen, abgeknipste Finger und einen nackten Viggo Mortensen zu sehen. Das klang jetzt nicht besonders einladend, oder? Werbung ist einfach nicht mein Ding. (Upps, was für einen Kurs mache ich nochmal?)